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Fahrradgeschichte

 

Im 19. Jahrhundert begann mit der Erfindung der Draisine (Laufrad) und später mit der eigentlichen Erfindung des Fahrrads (mit Tretkurbeln) die globale Erfolgsgeschichte dieses Verkehrsmittels (vgl. Thomas 2001, S. 6).

Bekannt als „Knochenbrecher" (Herlihy 2004, S. 75) feierte das Fahrrad in den 1860er Jahre seinen Durchbruch.

 Der erste pneumatische Gummireifen wurde erst 1888 von dem schottischen Tierarzt John Boyd Dunlop entwickelt (Thomas 2001, S. 8). Nichtsdestotrotz schrieb die New York Times bereits 1869:

  • „Niemals in der Geschichte der Manufakturen hat ein Artikel (das Fahrrad)

    solch eine Nachfrage ausgelöst" (zit. n. Herlihy 2004, S. 3).

Die ersten Fahrradkurierdienste

 

Die ersten Fahrradkurierdienste etablierten sich in Deutschland bereits in den 1880er Jahren, als sich die serienmäßige Großproduktion von Fahrrädern durchsetzt.

Der Bedarf an dieser Dienstleistung wird in einer Denkschrift anschaulich beschrieben:

  • „Die Boten sind für den gewöhnlichen Botendienst mit Zweirädern, für die Paketbeförderung mit Dreirädern ausgestattet.(…) Es leuchtet von selbst ein,

    daß die so betriebenen Eilbotenanstalten einem dringenden Verkehrsbedürfnisses, zumal in den großen Städten, entsprechen.
  • Ihrer bedienen sich deshalb die Handel- und Gewerbetreibenden in erheblichem Umfange. Auch zu Reklamezwecken finden die Boten Verwendung. Der Private lässt sein Reisegepäck nach der Bahn bringen, sich Billets für irgendwelche Veranstaltungen besorgen, eine Droschke oder Auto herbeiholen, Mäntel aus der Wohnung nach dem Konzerthaus, Hausschlüssel aus der Wohnung und nach dem Hause des Gastgebers bringen.

  • Der Kranke lässt sich Arzneien aus der Apotheke herbeischaffen (…). Häufig handelt es sich auch um das Überbringen schriftlicher Nachrichten" (Denkschrift über die Deutschen Eilboten-Anstalten 1910 zit. n. Althoff 2005, S. 11).